Mousse au Chocolat [vegan]

Es ist schon ewig her, dass ich das erste Mal von Mousse au Chocolat aus dem Kichererbsen-Wasser gehört habe. Aber ganz ehrlich, wie soll das denn funktionieren? Und wenn es funktioniert, dann schmeckt es bestimmt überhaupt nicht und wird von allen Leuten als „doch, doch, das schmeckt wirklich genauso“ angepriesen.

Ha, weit gefehlt! Ich finde es viel leckerer. Und es ist viel einfacher und geht außerdem noch schneller. Im Nachhinein ärgere ich mich tatsächlich, weil ich das Kichererbsen-Wasser immer weg gegossen habe. Ich hätte mir so viele leckere Nachtischportionen machen können. Aber kommen wir zum entscheidenden Punkt.

Kichererbsen werden in Gläsern und Dosen in ihrem Kochwasser verkauft. Dieses Wasser ist leicht gesalzen (aber wirklich nur ganz leicht) und eine Art Wasser-Protein-Mix, dass sich bei der Weiterverarbeitung fast so verhält wie Eiweiß. Wenn du also das nächste Mal Hummus machst oder einen Kichererbsensalat, fang das Wasser unbedingt auf!

Für das Mousse au Chocolat brauchst du:

  • 125 g Kichererbsenwasser
  • 1/2 TL Backpulver
  • 4 EL Puderzucker
  • 100 g Zartbitterschokolade
  1. Schlage das Kichererbsenwasser mit 1/2 Teelöffel Backpulver auf, bis es ähnlich wie Eischnee weißlich und fester wird. Das Backpulver sichert dir eine bessere Standfestigkeit der Masse.
  2. Lass deine Schokolade entweder in kleinen Zeitspannen (30 Sekunden, umrühren, noch einmal 30 Sekunden) schmelzen oder in einem Wasserbad.
  3. Gebe in das Aquafaba (so nennt man das aufgeschlagene Kichererbsenwasser) nach und nach Puderzucker dazu und schlage die Masse weiter auf.
  4. Wenn deine Schokolade etwas abgekühlt ist, kannst du sie ebenfalls zu deiner Aquafabamasse dazu geben. Wenn die Schokolade zu heiß ist, kann deine Mousse nachher nicht richtig fest werden. Schlage alles weiter mit deinem Handmixer auf.
  5. Wenn deine Schokolade gleichmäßig verteilt ist und deine Mousse eine hellbraune Farbe hat, kannst du sie in 4 kleine Förmchen oder Schalen füllen. Diese kommen dann für 3 Stunden oder direkt über Nacht in den Kühlschrank.

Ich war beim ersten Mal schwer begeistert. Aus etwas, was man eigentlich wegwirft, etwas so leckeres machen zu können ist einfach fantastisch. Probiere es einfach mal aus. 🙂

Das tolle an diesem Nachtisch ist nämlich im Vergleich zum Original Mousse au Chocolat, dass du dir keine Sorgen um Salmonellen oder alte Eier machen musst. Wenn es dir vor allem darum geht, dass dein Dessert vegan sein soll, dann achte darauf, dass bei deiner Schokolade keine Spuren von Milchpulver oder ähnlichem enthält.

Ran an die fertigen Gläser oder Dosen mit Kichererbsen! Lass es dir schmecken 🙂

honigblond

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