Ein Briefkasten voller Liebesbriefe {2}

Durch die aktuelle Distanz eröffnet sich uns eine neue Form der Nähe und Verbindung. Zumindest versuche ich die Entfernung, derer ich mir jeden Tag aufs neue bewusst werde, doch auf eine Art positiv zu sehen.
Wann hast du das letzte Mal einen Brief geschrieben? Oder wann hast du das letzte Mal einen Brief erhalten, der dir wirklich etwas bedeutet hat?
Getrennt gemeinsam, gemeinsam getrennt.

Mein letzter Brief, den ich bekommen habe und der mir wirklich etwas bedeutet hat, war die Antwort von meiner Grundschullehrerin, die ich nur ein Jahr hatte, die mein Leben aber sehr geprägt hat. Das war alles in der Vor-Corona-Zeit. Aber gerade die aktuellen Ereignisse und der Wunsch mit vielen Menschen in Kontakt zu treten, trifft mich jeden Tag aufs Neue.

Wir haben immer neue Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren und uns mitzuteilen. Leider sind die meisten nur digital. Deshalb werde ich mir heute einen neuen Raum schaffen, mit meinen Lieben zu reden und nah zu sein.

Ich setze mich hin, hole einen schönen Stift heraus (wann hast du das letzte mal mit einem Füller geschrieben?) und melde mich bei Leuten, die mir am Herzen liegen.

Wir können alle neue Räume der Nachbarschaft, Solidarität & Spiritualität schaffen, zumindest haben wir die Möglichkeit dazu. Meine Art das heute zu tun, sieht nach Schreibstube aus. Du darfst gerne mitmachen. Deshalb schnappe dir doch auch eine Tasse Tee oder Kaffee, setze dich an einen schönen Ort und lass eine alte Brieffreundschaft wieder aufleben. Schreibe deinen Großeltern, deiner Tante oder deinem Onkel, vielleicht deiner Grundschullehrerin oder einfach einer Freundin oder einem Freund, die sich darüber freuen können.

Ich werde jetzt genau das tun und wünsche euch einen vollen Briefkasten mit liebevollen Gedanken!

Eure Klara

honigblond

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